In den vergangenen Tagen ist die Anzahl an Blutspenden aufgrund der Angst vor Ansteckung mit dem Corona-Virus stark rückläufig und zukünftig könnte es zu Versorgungsengpässen kommen, die für Patienten und anderweitig chronisch kranke gefährlich werden können.

„Die aktuelle Corona-Pandemie stellt die medizinische Infrastruktur aber auch die Bevölkerung auf eine harte Probe. Wir möchten deshalb mit einem guten Beispiel voran gehen, weshalb die gesunden Moerser Jungliberalen am Montag Blutspenden gehen“, so der Vorsitzende, Henrik Stachowicz (18). Auch Blutplasmaspenden, bei denen der Spender einen Teil seines Blutes wieder zurückbekommt, seien möglich und ebenfalls sehr hilfreich. Beim Blutspenden liege laut zahlreicher Experten und des Robert-Koch-Institut keine Ansteckungsgefahr vor.

In solchen Zeiten sei Vorsicht geboten, aber auch die gegenseitige Unterstützung und Solidarität junger gesunder Menschen gegenüber Menschen, die zu den Risikogruppen gehören, gefragt.

„Hysterie halte ich für falsch. Wir müssen die Anweisungen zum Schutz durch die Behörden gewissenhaft beachten, dürfen es aber auch als Chance begreifen, zu zeigen, dass es trotz allem einen starken Zusammenhalt in unserer Gesellschaft gibt“, betont Constantin Borges (25). Der stellvertretende Bundesvorsitzende ist bereits seit vielen Jahren als Blutspender aktiv und überzeugt davon, dass im Bereich der Blutspende noch viel mehr möglich ist.

„In einer solchen Lage möchten wir niemanden zu etwas drängen. Aber wir möchten alle Hilfsbereiten aufrufen, nach ihren Möglichkeiten mitzuhelfen. Ausreichende Blutreserven sind momentan eben besonders wichtig und wir würden uns freuen, wenn einige sich uns anschließen“, appelliert Stachowicz. Im Internet sind alle Blutspende-Möglichkeiten zu finden.