Bei der Wahlversammlung der Freien Demokraten Moers wurden die Wahlkreiskandidatinnen und -kandidaten gewählt. Darunter auch acht Jungliberale. Drei von ihnen sind gerade erst 19 Jahre alt. „Jede Generation hat ein Recht auf politische Vertretung. Deshalb setze ich mich – unter anderem – für einen Jugendrat ein und kandidiere selber für den Stadtrat, um neue Argumente einzubringen“, sagt Vincent Hornik. Der 19-Jährige sei erst seit knapp einem Jahr politisch engagiert, umso mehr freue es ihn, dass er schon jetzt so eine Chance bekomme, für den Rheinkamper Ring als Stadtrat zu kandidieren. Er sei motiviert viele Menschen von sich und seinen Ideen zu überzeugen. „Das war schon immer so“ dürfe kein Argument mehr sein.

Helena Dünte kandidiert für den Wahlkreis Mattheck und damit ebenfalls für den Stadtrat und hat sich fest vorgenommen, sich für soziale Aspekte einzusetzen: „Soziale Projekte und Ehrenamt müssen gefördert werden. Zu viel Bürokratie schrecke dabei leider viele – besonders junge – Menschen ab, sich in Vereinen oder Projekten einzubringen“, erklärt sie.

Der Spitzenkandidat der Moerser JuLis, Henrik Stachowicz, möchte sich neben einem digitalen Bürgeramt besonders für die Digitalisierung der Schulen einsetzen: „Wir benutzen in einigen Moerser Schulen veraltete Technik. Gute Bildung ist eine zentrale Gerechtigkeitsfrage und deshalb müssen wir besonders Schulen zukunftsfit machen. Das Hinterherhinken muss ein Ende haben“, fordert Stachowicz, der für Utfort und auf Platz 4 der Freien Demokraten, kandidiert. Viele Menschen seien offen für neues, leider seien es viele Politiker nicht. 

„Wir freuen uns über das die Unterstützung trotz unseres jungen Alters, die uns aus verschiedensten Richtung entgegengebracht wurde. Wir werden für mutige Veränderungen in Moers einstehen und zeigen, dass man besonders in der Lokalpolitik etwas mit neuen Ideen bewegen kann“, sind sich die drei 19-Jährigen einig. Es sei Zeit für ein Umdenken in der Stadtpolitik.